Die leiblichen Eltern haben grundsätzlich einen anerkannten und durch Art. 6 GG sowie Art.  8 EMRK geschützten Anspruch auf Umgang mit ihren Kindern. Der gemäß § § 1684 Absatz 1 BGB in der Regel zu gewährende persönliche Umgang soll den von der Ausübung der Personensorge ausgeschlossenen Eltern die Möglichkeit geben, sich von dem körperlichen und geistigen Befinden des Kindes und seiner Entwicklung durch Augenschein und gegenseitige Aussprache fortlaufend zu überzeugen, die verwandtschaftlichen Beziehungen zu ihm anzuknüpfen, einer Verfestigung der bereits eingetretenen Entfremdung entgegenzutreten und dem Liebesbedürfnis beider Teile Rechnung zu tragen. Besteht Streit über die Ausübung des Umgangsrechts, muss das Gericht eine Entscheidung zu treffen, die sowohl die Grundrechtspositionen der Eltern als auch das Wohl des Kindes und dessen Individualität als Grundrechtsträger berücksichtigt.

OLG Karlsruhe, Beschluss vom 24.10.201718 UF 166/17