Das Verbringen oder Zurückhalten eines Kindes kann nur dann als widerrechtlich i. S. d. Art. 3 HKÜ festgestellt werden, wenn der Antragsteller sein Sorgerecht im Zeitpunkt des Verbringens bzw. Zurückhaltens tatsächlich ausgeübt hat bzw. ausgeübt hätte.

OLG Bremen, Beschluss vom 05.03.2013 – 4 UF 10/13