Beträgt der Mietzins für eine Wohnung weniger als 66% der ortsüblichen Marktmiete, erfolgt eine Aufteilung in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil. Entsprechens reduziert sich der Werbungskostenabzug.
Nach Auffassung des BFH  ist die maßgebliche ortsübliche Miete grundsätzlich aus dem örtlichen Mietspiegel zu entnehmen.
Das Thüringer FG geht  davon aus, dass bei einem vorhandenen Mietspiegel keine strikte Bindung daran etwa im Sinne eines zwingenden absoluten Vorrangs besteht. Die maßgebende ortsübliche Miete könne grundsätzlich auf jedem Wege ermittelt werden. Als Maßstab für eine sachgerechte Schätzung der „Ortsüblichkeit“ der Marktmiete i.S.d. § 21 Abs. 2 Satz 1 EStG könnten demnach auch Vergleichsmieten für eine an einen Fremdmieter im selben Haus vermietete Wohnung herangezogen werden.
Thüringer FG, Urteil v. 22.1.2019, 3 K 316/19
Revision eingelegt, Az. beim BFH IX R 7/20