Der Verzicht eines GmbH-Gesellschafters auf eine Darlehensforderung gegenüber der GmbH führt zu negativen Einkünften aus Kapitalvermögen i. S. von § 20 Abs. 2 EStG. Den Verzicht auf eine Darlehensforderung stejt einem Ausfall der Darlehensforderung wegen Wertlosigkeit gleich. Der endgültige Ausfall einer Kapitalforderung i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG in der privaten Vermögenssphäre führt nach Einführung der Abgeltungsteuer zu einem steuerlich anzuerkennenden Verlust nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7, Satz 2, Abs. 4 EStG.

Ein Forderungsausfall liegt vor, wenn endgültig feststeht, dass keine weiteren Rückzahlungen mehr erfolgen werden. Die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Schuldners reicht hierfür in der Regel nicht aus. 

FG Düsseldorf, Urteil v. 12.3.2018 – 2 K 3172/15 E