Die Betroffene hat einen „Unfall“ erlitten, als sie am 18.1.2013 gegen 16.10 Uhr beim Hinabsteigen der häuslichen Kellertreppe auf dem Weg zu ihrem „Home Office“ auf einer Stufe abrutschte, stürzte und sich dabei Verletzungen im Wirbelsäulenbereich zuzog.

Sie war im Unfallzeitpunkt gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII kraft Gesetzes Versicherte in der gesetzlichen Unfallversicherung, weil sie als Sales und Key Account Managerin aufgrund des Arbeitsvertrages nichtselbstständige Arbeit für die Unternehmerin verrichtete und deshalb zum Kreis der originär Beschäftigten (§ 7 Abs. 1 SGB IV) zählte.

Die Verrichtung der Arbeitnehmerim zur Zeit des Unfallereignisses – das Hinabsteigen der Kellertreppe – stand auch in einem sachlichen Zusammenhang zu ihrer versicherten Tätigkeit als Sales und Key Account Managerin. Denn sie legte zum Unfallzeitpunkt einen versicherten Betriebsweg iS des § 8 Abs. 1. S. 1 i.V.m. § 2 Abs 1. Nr. 1 SGB VII zurück, als sie die Treppe hinabstieg, um in ihrem Büro („Home Office“), das sich im Kellergeschoss befand, den mitgeführten Laptop anzuschließen und über diesen internetbasiert um 16.30 Uhr mit dem Geschäftsführer der Unternehmerin in Übersee zu telefonieren. Betriebswege sind Wege, die in Ausübung der versicherten Tätigkeit zurückgelegt werden, Teil der versicherten Tätigkeit sind und damit der Betriebsarbeit gleichstehen.

BSG, Urteil vom 27.11.2018B 2 U 28/17 R