Laut BGH findet auf die rechtliche Abstammung eines im Ausland von einer Leihmutter geborenen Kindes deutsches Recht Anwendung, wenn das Kind entsprechend dem übereinstimmenden Willen aller beteiligten Personen (Leihmutter und Ehepaar mit Kinderwunsch) ohne vorherige Abstammungsentscheidung alsbald nach der Geburt rechtmäßig nach Deutschland verbracht worden ist.

Danach ist als Mutter des Kindes die Leihmutter einzutragen, weil nach § 1591 BGB Mutter eines Kindes die Frau ist, die es geboren hat. Die davon abweichende bloße Registrierung im Ausland  ist hierfür nicht maßgeblich. 

Aufgrund der rechtlichen Vaterschaft des Ehemanns besitzt das Kind auch die deutsche Staatsangehörigkeit und hält sich somit rechtmäßig in Deutschland auf. Die rechtliche Mutterschaft der Ehefrau kann nur durch ein Adoptionsverfahren erreicht  werden.

BGH, Beschluss v. 20.3.2019, XII ZB 530/17