Gemäß § 395 Abs. 1 FamFG kann das Registergericht eine Eintragung, die wegen Mangels einer wesentlichen Voraussetzung unzulässig ist, von Amts wegen löschen. Ein solcher Mangel ist nicht nur dann anzunehmen, wenn die Eintragung von Anfang an unrichtig gewesen ist. Unrichtig ist insbesondere die Eintragung eines GmbH-Geschäftsführers, der die Voraussetzungen des § 6 Abs. 2 GmbHG – auch erst aufgrund einer nach seiner Bestellung zum Geschäftsführer erfolgten Verurteilung – nicht erfüllt , weil dies unmittelbar zum Ende des Geschäftsführer-Amtes führt.

Dabei steht ein Strafbefehl nach § 407 Abs. 1 StPO einer Verurteilung im Sinne des § 6 Abs. 2 S. 2 Nr. 3 GmbHG gleich. Maßgebend für den Ausschluss des Betroffenen) als Geschäftsführer ist nicht die Verurteilung selbst, sondern das mit dieser – auch in Form eines Strafbefehls – festgestellte strafbare Verhalten.

Kammergericht Berlin, Beschluss v. 17.7.2018, Az. 22 W 34/18