Künstliche Befruchtung steuerlich absetzbar

Hannover (dpa/lni) – Die Kosten der künstlichen Befruchtung einer 44-jährigen Frau können von der Steuer abgesetzt werden, wenn eine natürliche Empfängnis krankheitsbedingt unmöglich ist. Das hat das niedersächsische Finanzgericht entschieden. Die Krankenkasse habe die Kostenerstattung zwar zu Recht abgelehnt, weil die betroffene Frau bereits über 40 Jahre alt ist, heißt es in dem jetzt veröffentlichten Urteil. Als «krankheitsbedingte Maßnahme» könne die Behandlung jedoch als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Die Frau hatte drei künstliche Befruchtungen für rund 12 000 Euro vornehmen lassen.

FG Niedersachsen, Urteil vom 20.10.2009, Az.: 15 K 495/08

dpa-Meldung vom 21.01.2010