Sachverhalt:

Eine Betriebsärtzin hatte alle interessierten Mitarbeiter/innen eiens Unternehmens zur Teilnahme an einer Grippeschutzimpfung auf, deren Kosten die Arbeitgeberin Beklagte übernahm.  Dann führte die Streithelferin in den Räumlichkeiten der Arbeitgeberin bei der späteren Klägerin die Grippeschutzimpfung durch. Die Klägerin hat behauptet, sie habe einen Impfschaden erlitten. Für diesen hafte ihr die Arbeitgeberin.

Entscheidung des BAG:

Die Arbeitgeberin  haftet der Mitarbeiterin nicht für den von dieser behaupteten Impfschaden, da sie keine Pflichten gegenüber dieserverletzt hat. Zwischen der Arbeitnehmerin und der Arbeitgeberin  ist kein Behandlungsvertrag, aus dem die Arbeitgeberin  zur Aufklärung verpflichtet gewesen wäre,  zustande gekommen. Die Arbeigeberin Beklagte war vorliegend auch nicht aufgrund des zwischen ihr und der Mitarbeiterin  bestehenden Arbeitsverhältnisses verpflichtet, letztere n über mögliche Risiken der Impfung aufzuklären, und musste sich deshalb auch einen etwaigen Verstoß der Ärztin gegen die Aufklärungspflicht nicht zurechnen lassen.

BAG, Urteil v. 21. 12. 2017,  8 AZR 853/16