Ansprüche auf Gesamtschuldnerausgleich nach § 426 BGB kommen schon deshalb nicht in Betracht, weil die Beteiligten als Geschwister nicht gesamtschuldnerisch, sondern anteilig als Teilschuldner für den Elternunterhalt einzustehen haben (§ 1606 Abs. 3 S. 1 BGB).

Ein Fall der Nachranghaftung nach § 1607 BGB liegt nicht vor; auch ein Übergang nach § 1607 Abs. 3 BGB kommt nicht in Frage, weil bei gleichrangiger Haftung der Gläubiger lediglich für den – hier nicht einschlägigen – Fall des Kindesunterhalts ein Forderungsübergang auf den vorleistenden Teilgläubiger angeordnet ist.

OLG Köln, Hinweisbeschluss v. 17.12.2018, 10 UF 99/18