Influencer müüsen bei „Taggen“ von Unternehmen auf ihrer Instagramseite dieses als Werbung kennzeichen. Es liegt auch dann eine geschäftlichen Handlung vor,  wenn keine Werbeverträge zwischen der Influencerin und den Unternehmen bestünden, deren Kleidung und Accessoires die Influencerin präsentiert. Die getaggten Unternehmen werden durch die sogenannte Aufmerksamkeitswerbung zumindest mittelbar in ihrem Absatz gefördert.

LG Köln, Urteil v. 21.7.2020,  33 O 138/19

Siehe aber auch OLG Hamburg, Urteil v. 2.7.2020, 15 U 142/19: Influencer-Beiträge mit Produktdarstellungen und Herstellerhinweisen müssen nicht ausdrücklich als Werbung gekennzeichnet werden, wenn für Verbraucher offensichtlich ist, dass es sich um Influencer-Marketing handelt.

Hinweis: Wer auf Social-Media-Kanälen aktiv ist und damit Geld verdient, muss steuerliche Folgen beachten. Das Bayerische LfSt stellt ein FAQ für Influencer zur Verfügung. https://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Steuerinfos/Zielgruppen/Influencer/

Finanzämter wollen die Geschäfte von Social-Media-Akteuren künftig genauer prüfen.