Die Klage eines  Angehörigen gegen einen Arzt auf Schadersersatz, der nach Auffassung des Sohnes eines Demenzkranken diesen möglicherweise zu lange am Leben erhalten hat, stößt beim BGH auf grundsätzliche Bedenken. Die Richter neigen wohl eher nicht dazu, dem Sohn als Erben Schmerzensgeld und Schadenersatz zuzusprechen, wie sich in der Verhandlung in Karlsruhe am 12.3.2019 abzeichnete. 

§ 1901b Abs. 1 BGB lautet:

Der behandelnde Arzt prüft, welche ärztliche Maßnahme im Hinblick auf den Gesamtzustand und die Prognose des Patienten indiziert ist. Er und der Betreuer erörtern diese Maßnahme unter Berücksichtigung des Patientenwillens als Grundlage für die nach § 1901a zu treffende Entscheidung.

Das Verfahren hat das Az. VI ZR 13/18. Die Entscheidung wird sich noch einige Wochen hinziehen.