Getrennte Eheleute, die sich in einem zivilrechtlichen Vergleich verpflichten, gegenüber dem Finanzamt die Zustimmung zur Zusammenveranlagung zu erteilen, können diese Erklärung mit steuerrechtlicher Wirkung widerrufen. Zwar dürfen sich Ehegatten grundsätzlich nicht willkürlich einseitig von der bisherigen Zusammenveranlagung lösen. Ein sachlicher Grund für den Widerruf kann aber darin liegen, dass die Zusammenveranlagung für den widerrufenden Teil wirtschaftlich nachteilig ist.

FG Rheinland-Pfalz 26.02.2008, 3 K 2422/05. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Quelle: FG Rheinland-Pfalz PM vom 18.03.2008