Bei einem Gebrauchtwagenkauf nutzen die Vertragsparteien oft bestimmte Formulierungen, um die Gewährleistungsansprüche  des Verkäufers für Mängel des Fahrzeugts auszuschließen. Oft wird dabei die Formulierung „gekauft wie gesehen“ gewählt.

Eine solche Formulierung gilt laut OLG Oldenburgnur für solche Mängel, die ein Laie ohne Hinzuziehung eines Sachverständigen bei einer Besichtigung erkennen kann. Dass dem Verkäufer der Vorschaden ebenfalls nicht bekannt war, ist unerheblioch. Denn für den Gewährleistungsanspruch ist Arglist des Verkäufers nicht Voraussetzung.  Der Verkäufers hätte aber  im Kaufvertrag einen umfassenden Haftungsausschluss für alle ihm nicht bekannten Mängel vereinbaren können.

OLG Oldenburg, Hinweisbeschluss vom 2.8.2017, Zurückweisungsbeschluss vom 28.8.2017, Aktenzeichen 9 U 29/17.