Die Vergütung des Testamentsvollstreckers ist, soweit nichts anderes vom Erblasser bestimmt ist, erst nach Beendigung des Amtes in einem Betrag zur Zahlung fällig, wenn der Testamentsvollstrecker seine Pflichten, insbesondere seine Pflicht zur Rechnungslegung (§§ 2218, 666 BGB), erfüllt hat.

Der Rechnungslegunganspruch ist dann erfüllt, wenn die Schlussrechnung eine in sich und aus sich heraus verständliche Zusammenstellung der Einnahmen und Ausgaben enthält, die nicht nur den derzeitigen Zustand, sondern auch die Entwicklung innerhalb jedes Rechnungsjahres – regelmäßig: das Kalenderjahr – umfasst.

OLG Köln, Beschluss v. 12.12.2018, 16 U 129/16