OLG Hamm, Urteil vom 11.01.2010, Az. 4 UF 107/09,

Voraussetzung für die Befristung oder sonstigen Begrenzung von Unterhalt ist, dass der Unterhaltsberechtigte keine ehebedingten Nachteile erlitten hat. Allein der Eintritt einer Krankheit während der Ehe reicht als ehebedingter Nachteil nicht aus. Das bedeutet, dass auch Ansprüche auf Krankenunterhalt befristet werden können, da es sich bei Krankheiten grundsätzlich um schicksalhafte Entwicklungen handelt, für die eine dauerhafte Unterhaltsverantwortung des geschiedenen Ehegatten nicht ohne Weiteres gerechtfertigt werden kann. Allerdings liegt unter Umständen in der ehebedingt schlechteren Absicherung für einen Krankheitsfall ein Nachteil, der durch den Anspruch auf Krankenunterhalt auszugleichen wäre.