Den Zweck, den Anspruch des Betroffenen eines Betreuungsverfahrens auf rechtliches Gehörzu sichern, kann die persönliche Anhörung regelmäßig nur dann erfüllen, wenn das Sachverständigengutachten dem Betroffenen rechtzeitig vor dem Anhörungstermin überlassen wurde. Dem wird eine Aushändigung des Gutachtens an den Betroffenen erst eingangs der Anhörung nicht gerecht.

BGH, Beschluss v. 4.3.2020, XII ZB 485/19