Maßgeblicher Zeitpunkt für die Bewertung des Erwerbs von Todes wegen ist der Anfall der Erbschaft.

Im Falle des § 374 Abs.  2 BGB hat der Beschenkte im Falle des Streites um eine Schenkung im Einzelnen darzulegen und zu beweisen, dass sämtliche Voraussetzungen der §§ 516 ff. BGB für ein wirksames Schenkungsversprechen vorliegen.

Will ein Ehegatte die erbenrechtlichen Stellung des anderen Ehegatten bestreiten und hatte er diese Stellung während des Zusammenlebens über Jahre hinweg nie in Zweifel gezogen, so ist sein qualifiziertes Bestreiten geboten.

 Eine Verfügung zu Gunsten Dritter für den Todesfall erfüllt die Voraussetzung des  §1374 Abs. 2 BGB.

OLG Brandenburg, Beschluss v. 20.1.2020, 9 UF 168/19