Bei der Bemessung des fiktiven Einkommens ist nicht an die untersten beruflichen Möglichkeiten anzuknüpfen. Vielmehr muss sich der Unterhaltsschuldner so behandeln lassen, als würde er eine nach seinen Fähigkeiten gut bezahlte Stelle einnehmen. Dabei sind die vorhandenen gesundheitlichen Einschränkungen zu berücksichtigen. Gleiches gilt für den schulischen und beruflichen Werdegang.

OLG Brandenburg, Beschluss v. 6.6.2019, 10 UF 139/17