Ist die nacheheliche Einkommensdifferenz nicht auf ehebedingte Nachteile zurückzuführen, sondern darauf, dass beide Ehepartner schon vor der Ehe infolge ihrer Berufsausbildung einen unterschiedlichen Lebensstandard erreicht hatten, ist es dem unterhaltsberechtigten Ehepartner nach einer Übergangszeitgründsätzlich zuzumuten, sich mit dem Lebensstandard zu begnügen, den er auch ohne die Ehe erreicht hätte.

OLG Celle, Beschluss v. 2.6.2008, 17 WF 66/08

Siehe auch OLG Köln, Urteil v.10.6.2008, 4 UF 252/07