Kurzfristig im Raum stehende negative Folgen und Auswirkungen eines Umzugs für bzw. auf die Entwicklung eines Kindes sind möglichst gering zu halten.  Ein Schulwechsel, zumal in ein anderes Bundesland, kann leicht zu einem vorübergehenden Notenabfall führen, bis sich das Kind an die neue Schule und seine neue Umgebung gewöhnt hat. Indes ist die vierte Grundschulklasse ein für die Wahl der weiteren Schullaufbahn wichtiges Jahr. Ein umzugsbedingter vorübergehender Notenabfall gerade in diesem Schuljahr könnte folglich mit erheblichen nachteiligen Folgen für die weitere schulische Laufbahn des Kindes einhergehen. Nach dem Ende der Grundschulzeit steht demgegenüber ohnehin ein Umbruch an.

OLG Koblenz, Beschluss v. 8.11.2018, 13 UF 413/18